Einige Amerkungen zum Stellenwert der Nach- und Vorsorge durch aktive Teilnahme an den Zusammenkünften in meiner Selbsthilfegruppe.

 

Meine Engiftung verlief nahezu unproblematisch ohne goße Komplikationen und Entzugserscheinungen. In den letzten 10 Jahren hatte ich schon in vielen Nächten und Tagen durch " kalte Entzüge " genug Erfahrungen gemacht. So ließ man mich während der Entgiftung auch bis auf die Ergotherapie und 3 Gruppenterapien gewähren. Ein Einzeltherapiegespräch mit einem Therapeuten wurde auch nicht durchgeführt. Auf meine Frage nach einer Langzeittherapie beim behandelen Arzt erhielt ich die Antwort, man wird sehen und ich müsse mich erst bewähren! Klasse!

 

So ist zuverstehen, daß ich nach meiner Entlassung in dem festen Glauben war nach 4 – 6 Monaten wieder meine 2 bis 3 Feierabendbierchen zischen zu können.

Da viele Fragen für eine Zukunft ohne Alkohol in der Entgiftung unbeantwortet blieben entschloß ich mich nach 14 Tagen eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, um eventuell Tips und Ratschläge für die Zukunft zu erhalten. Die erste Zusammenkunft war ganz schön nevend, denn es waren viele Mitglieder anwesend und mir wurden viele Fragen gestellt. Ich ging trotzdem wieder zum nächsten Treffen und kann heute berichten, daß ich mir aus den Gruppentreffen Lösungswege erarbeitete mit der Sucht umzugehen. Vorallen die Erkentnis, daß nur durch eine dauerhafte Abstinenz mein Problem Alkohol zu lösen ist. Auch viele Informationen z.B. beim Thema alkoholfreies Bier oder alkoholhaltige Lebensmittel etc. habe ich umgesetzt und kann damit auf eine inzwischen 4,5 jähige erfolgreiche Abstinenz vom Alkohol zurückblicken. Inzwischen sind die wöchentlichen Treffen zu einem Ritus geworden, den ich nicht mehr missen möchte und neue aktuelle Infos zum Suchtverhalten können ja auch nicht schaden.

 

Mit Gruß Siegfried