Wozu der Gang zur SELBSTHILFEGRUPPE ?
Jeden Donnerstag 19.00 Uhr treffen sich die Mitglieder der Selbsthilfegruppe "Alexius" in der Klinik Bosse, Station " St. Vinzenz", um sich über Abhängigkeitserkrankungen und Fragen zu Suchtproblemen zu unterhalten und auszutauschen.
Wir, das sind so circa 20 Betroffene, die sich über das Wieso, Weshalb, Warum der Suchtabhängigkeit aller Genres ohne professionelle Hilfe unterhalten. Eine Nachsorge ist immer auch eine Vorsorge um Suchtprobleme erfolgreich zu meistern. Betroffene und Interessenten sind in unserer Runde jederzeit willkommen.
Wieso  tun wir das?    -     In einer Runde von gleichermaßen Betroffenen lässt es sich leichter über die Problematik Sucht austauschen und um über das Verhalten in Rückfallsituationen zu sprechen.
Weshalb  tun wir das?   -   Eine Lösung des Suchtproblems ist in einer Gemeinschaft im Allgemeinen leichter zu verwirklichen. Ein Vergleich über die Verhaltensweisen z.B. bei Suchtdruck oder wie meistert dieses Problem ein Anderer, gibt uns eine Sicherheit auf dem richtigen Weg voranzukommen und die Motivation eine gesunde Abstinenz zu erlangen.
Warum  tun wir das?   -   Die meisten Suchterkrankten in unserer Gruppe sind mit Ihren Problemen in eine Abseitsstellung in der Familie, im Bekanntenkreis oder im öffentlichen Leben geraten. Ein Leben mit Anerkennung der Leistung – Ich habe es geschafft – und das Vertrauen von Freunden und Menschen wieder zu erlangen, am aktuellen Leben ohne Abstriche  teilnehmen zu können ist doch ein großes erstrebenswertes Ziel und steigert das Selbstwertgefühl.
Das Nein sagen im Suchtdruck und begreifen zu lernen dass man mit diesen Problemen nicht allein steht gibt doch die Kraft positiv nach vorn zu schauen. Der Weg aus der Abhängigkeit vollzieht sich allerdings nur in kleinen Schritten und schon - ein Tag,  - eine Woche, - ein Monat ist ein Erfolg und um diesen Erfolg zu festigen finden unsere wöchentlichen Treffen statt.
Kein Betroffener, der einen Rückfall erlitten hat wird von der Gruppe ausgeschlossen. Wir versuchen mit ihm Wege und alternative Lösungen zu finden. Allerdings eines ist Voraussetzung: - ein wahrheitsgemäße Wiedergabe der Ereignisse in der Gruppe oder auch Einzelpersonen gegenüber.
Natürlich sind auch aktuelle Themen oder gegenseitige Hilfen jedweder Art Gegenstand unserer Gruppenabende, und wir sind beileibe nicht nur eine Männerrunde.
Werner